Drugchecking(zurück)
Unter den Bedingungen des Schwarzmarkts erworbene psychoaktive Substanzen sind oft mit anderen Substanzen verunreinigt und gestreckt. Darunter befinden sich Stoffe, die die Gesundheit der Drogengebraucher extrem gefährden können können – zusätzlich zum Risiko, das von den eigentlich „gewünschten“, das heißt bewusst erworbenen Drogen ausgeht. Zudem variiert der Wirkstoffgehalt der psychoaktiven Substanzen erheblich.
- Schwankende Dosierungen und Verunreinigungen können zu akut gefährlichen, evtl. auch langfristigen physischen und psychischen Folgewirkungen durch Fehl- und Überdosierungen führen.
- Von den Konsumenten nicht erwartete Substanzen führen zu zusätzlichen gesundheitlichen Gefährdungen.
- Drogenwirkungen und Probleme, die in Verbindung mit dem Substanzgebrauch auftreten, können nicht ausreichend reflektiert werden, weil der Einfluss der Drogenwirkstoffe und –konzentration unklar ist. Unerwünschte Folgen des Drogenkonsums und Toleranzentwicklungen werden auf diese Weise oft auf die vermeintlich mindere Qualität der konsumierten Drogen zurückgeführt und nicht mit dem individuellen psychischen und physischen Zustand in Verbindung gebracht.
Drugchecking kann erheblich zum Gesundheitsschutz von Gebrauchern illegaler Drogen beitragen, indem es:
- die Verunreinigung von auf dem Schwarzmarkt gehandelten Substanzen durch andere Substanzen offen legt, die die Gesundheit der Drogengebraucher (teilweise extrem) gefährden können.
- Auskunft über die Art und Dosierung der Inhaltsstoffe gibt und somit einen hoch reflektiven, selbstkontrollierten Gebrauch fördert und das Risikoverhalten der Gebraucher positiv beeinflusst (z.B. durch Vermeidung von Überdosierungen).
- zur besseren personalkommunikativen Aufklärung über Drogen vor Ort beiträgt.
Außerdem eröffnet Drugchecking Mitarbeitern des Drogenhilfesystems (wie auch weiterer sozialen Dienstleistungen) verbesserte Möglichkeiten des Zugangs zu Menschen, die illegale Substanzen konsumieren, und erleichtert mittelbar somit auch, die empirische Datenlage zum Drogenkonsum und Risikoverhalten zu verbessern.





